I. WAS „SICHERHEIT DES EWIGEN HEILS“ BEDEUTETAls erstes betrachten wir die Bedeutung des ewigen Heils. Ein Glaubensbekenntnis definiert die Heilssicherheit folgendermaßen: „Jene Menschen, die Gott in dem Geliebten angenommen, wirksam berufen und durch seinen Geist geheiligt hat, können weder völlig noch endgültig von diesem Gnadenstand abfallen, sondern werden gewisslich bis zum Ende ausharren und ewig gerettet werden.“Das ist eine sehr detaillierte theologische Definition. Eine einfachere Definition besagt, dass die Sicherheit des ewigen Heils jenes ständige Wirken des Heiligen Geistes im Gläubigen ist, durch welches das Werk der Gnade Gottes, das im Herzen begonnen wurde, weitergeführt und zur Vollendung gebracht wird. Die Sicherheit des ewigen Heils bedeutet, dass ein Mensch, der die wirkliche Erfahrung der Erlösung gemacht hat, der eine echte Erneuerung erlebt hat, sein Heil nicht verlieren kann, weder dadurch, dass er eine konkrete Sünde begeht, noch dadurch, dass er aufhört zu glauben. Was dem Gläubigen die ewige Sicherheit schenkt, ist das Werk des Heiligen Geistes und das Werk Gottes an ihm, nicht seine eigenen Werke. Das ist die grundlegende Bedeutung der Sicherheit des ewigen Heils.II. DIE GRUNDSÄTZE DER SICHERHEIT DES EWIGEN HEILSEs gibt zehn Grundsätze, auf denen der Begriff der Sicherheit des ewigen Heils beruht.
A. DIE RETTUNG IST NICHT WIEDERHOLBARDies wird besonders betont durch die Tatsache, dass das Verb „gerettet werden“ häufig im Aorist steht, einer Zeitform, die in der Regel eine einmalige Handlung, ein einmaliges Geschehen ausdrückt (Joh 3,14-15; 4,13-14; 6,35.51). Die Rettung kann nicht wiederholt werden. Es gibt keinen einzigen Fall in der Heiligen Schrift, wo steht: „Dieser Mensch wurde gerettet, dann verlor er seine Rettung, und später wurde er erneut gerettet.“ Eine solche Auffassung findet sich nirgends in der Schrift, auch ist kein Fall bekannt, in dem jemand gerettet wurde, dann verloren war und später wieder gerettet wurde.
B. WAHRE RETTUNG BEWIRKT WERKE DER GERECHTIGKEITDer zweite Grundsatz lautet, dass echte Rettung echte Werke der Gerechtigkeit in unserem Leben bewirkt. Jeder, der wahrhaft gerettet ist, wird dies mit seinem Verhalten in einem gewissen Maß, und sei es noch so gering, zum Ausdruck bringen. Echte Rettung bewirkt echte Werke der Gerechtigkeit im Leben eines Menschen. Wenn jemand wahrhaft gerettet ist, dann wird sich das irgendwo in einem gewissen Maß auch äußern. Man wird allein aus Glauben gerettet, aber der Glaube, der rettet, bleibt nicht allein, sondern hat Folgen – gute Werke. Rettung ist nicht aus Glauben und Werken, aber wahre Rettung ist das Ergebnis eines Glaubens, der Werke tut, und ein Christ tut gute Werke, weil er gerettet ist (Mt 7,17-20; Tit 2,11-12; Jak 2,14-24; 2 Petr 1,5-10).
C. ÜBEREINSTIMMUNG IN DER LEHREDer dritte Grundsatz der Sicherheit des ewigen Heils ist die lehrmäßige Einheitlichkeit; das Übereinstimmen mit der Lehre der Bibel ist ein Test echten Glaubens (Kol 1,22-23; 2 Joh 2). Zum Zeitpunkt seiner Rettung weiß jemand vielleicht noch nicht, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde; wenn er dies danach liest oder hört, wird er es aber bereitwillig annehmen. Falls er diese Wahrheit leugnet oder ablehnt, hat er möglicherweise gar keine echte Rettung erfahren. Die Übereinstimmung in der Lehre ist ein Test wahren Glaubens.
D. WERKE WERDEN BELOHNTDer vierte Grundsatz besagt, dass die Werke des Gläubigen belohnt werden (Hebr 6,10). Der Gläubige erlangt seine Rettung nicht durch Werke, aber eine echte Rettung – echter Glaube – bekundet sich in Werken, und diese Werke ihrerseits werden ihren Lohn empfangen. Die Rettung selbst aber ist keine Belohnung, sondern ein Geschenk, das durch Glauben empfangen wird.
E. ERMAHNUNGENDer fünfte Grundsatz der Sicherheit ewigen Heils lautet, dass die biblischen Ermahnungen zum frommen Leben auf dem basieren, was Gott getan hat. Die Ermahnungen zum gottgefälligen Leben stützen sich nie auf die Furcht vor dem Verlust der Rettung. Wann immer die Bibel die Gläubigen zu einem frommen Leben ermahnt, beziehen sich diese Ermahnungen stets auf das, was Gott für sie vollbracht hat, nicht auf eine Drohung oder die Furcht, das Heil zu verlieren. In Röm 12,1-2 zum Beispiel schreibt Paulus, nachdem er die Theologie des Heils entwickelt und betont hat, dass die Gläubigen ewig gerettet sind: Deshalb, aufgrund von Gottes Erbarmen, sollte sich der Gläubige so-und-so verhalten und die-und-die Art von Leben führen.Die Ermahnung zum gottgefälligen Leben in Römer 12 gründet auf dem, was Gott laut Kapitel 1-11 getan hat; sie droht nicht mit dem Verlust der Rettung. Eine entsprechende Aussage findet sich in 2 Kor 5,15:„Er ist darum für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt ist.“Auch hier lautet die Ermahnung, nicht egoistisch zu leben, sondern für Gott – wegen dem, was Gott getan hat. Die Ermahnung gründet auf Gottes Gnade, nicht darauf, dass man das Heil verlieren könnte. Eph 4,1 hält fest:„So ermahne ich euch denn, ich, der Gefangene um des Herrn willen: Wandelt würdig der Berufung, die an euch ergangen ist.“In Epheser 1-3 behandelt Paulus theologisch all das, was Gott im Heilswerk für den Gläubigen vollbracht hat, und in Kapitel 4, wo er anfängt, die praktische Anwendung zu behandeln (Kapitel 4-6), schreibt er nun: „So ...“, aufgrund dessen, was Gott getan hat (Kapitel 1-3), sollt ihr so-und-so leben (Kapitel 4-6). Nochmals, diese Ermahnungen gründen stets auf dem, was Gott vollbracht hat, nicht auf der Furcht oder der Drohung, andernfalls würde man das Heil verlieren.
F. SÜNDE IM LEBEN DES GLÄUBIGENDer sechste Grundsatz der Sicherheit des ewigen Heils zeigt auf, was Sünde im Leben eines Gläubigen bewirkt: sie unterbricht Gemeinschaft (1 Joh 1,6.7.9). Sünde unterbricht unsere Gemeinschaft mit Gott. Wer zum Glauben gekommen ist, steht in einer Familienbeziehung mit Gott. Wenn jemand physisch geboren wird, kommt er in eine Familie hinein und wird immer zu dieser Familie gehören. Aber die Gemeinschaft innerhalb jener Familie kann durch Feindseligkeit zwischen Familienmitgliedern belastet werden und zerbrechen. Das trifft auch auf die Familie Gottes zu. Man kann die Gemeinschaft abbrechen, weil man sündigt, aber man bleibt dennoch stets in jener Familie. Sünde unterbricht die Gemeinschaft, aber sie löst die Rettung nicht auf.„Die Ermahnungen zum gottgefälligen Leben stützen sich nie auf die Furcht vor dem Verlust der Rettung.“
G. ANDAUERNDE SÜNDE WEIST AUF FEHLENDE BEKEHRUNG HINDer siebente Grundsatz der Sicherheit des ewigen Heils ist, dass man daran denken muss: Andauerndes Sündigen weist nicht darauf hin, dass jemand nicht bekehrt ist. Darum geht es in 1 Joh 3,6-10, wo das Verb in der Gegenwart steht. Stetiges Sündigen weist nicht darauf hin, dass jemand die Rettung eingebüßt hat. Wenn etwas, dann macht die Stelle allenfalls klar, dass der Betreffende überhaupt nie richtig erlöst wurde. Oft zeigen Leute auf jemanden, der auch einmal „nach vorn gegangen“ ist und gesagt hat, er glaube an Jesus, der aber in seinem Verhalten nie eine Auswirkung davon bekundet hat. Nur dass man einmal „nach vorn gegangen“ ist, heißt noch nicht, dass man den echten rettenden Glauben hat; und auch dass man sagt, man glaube, heißt noch nicht, dass man den wahren rettenden Glauben besitzt. Die eigentliche Frage ist dann vielleicht: Ist er überhaupt gerettet? Hat er sich wirklich jemals im wahren Sinn des Wortes bekehrt? Andauerndes Sündigen kann auf fehlende Bekehrung hinweisen.
H. IN DIESEM LEBEN ERLANGEN WIR KEINE VOLLKOMMENHEITDer achte Grundsatz der Sicherheit des ewigen Heils lautet, dass in diesem Leben keine Vollkommenheit erlangt wird. Gläubige sündigen bis an ihr Lebensende. Niemand erreicht in diesem Leben die Vollkommenheit. Wenn man Vollkommenheit erlangen muss, um das Heil zu bewahren, dann hat jeder Christ Schwierigkeiten. Aber Vollkommenheit ist nicht in diesem Leben zu erreichen. Wenn jemand hätte vollkommen werden können, dann war es der Apostel Paulus, und doch schrieb er: „Nicht als ob ich ... schon zur Vollendung gelangt wäre ...“ (Phil 3,12-14). Und im 1. Timotheusbrief, der gegen Ende seines Lebens geschrieben wurde, sagte er: „Zuverlässig ist das Wort und wert, dass alle es annehmen: ‚Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu retten‘, unter denen ich der erste bin“ (1 Tim 1,15). Er verwendete die Gegenwartsform – nicht „ich war“, sondern „ich bin“.
I. STELLUNG UND PRAXISDer neunte Grundsatz der Sicherheit des ewigen Heils besagt, dass zwischen der Stellung und der Praxis ein Unterschied besteht. Etwas mag stellungsmäßig zutreffen, obschon es in der Praxis vielleicht nicht immer zum Ausdruck kommt. Das beste Beispiel dafür ist vielleicht die Gemeinde in Korinth. Paulus betrachtet sie stellungsmäßig als geheiligte Gemeinde (1 Kor 1,30). Aber in bezug auf ihre Glaubenspraxis war sie eine der schlimmsten Gemeinden im Neuen Testament. Es besteht ein Unterschied zwischen Glaubensstellung und Glaubenspraxis. Ungute Praxis heißt nicht, dass man die Stellung eingebüßt hat.
J. WERKE UND RETTUNGUnd der zehnte Grundsatz, den man vor Augen haben muss, ist, dass eine Rettung, zu deren Erhaltung Werke nötig sind, aus Werken wäre. In Röm 4,4-6 sagte Paulus: „Wenn jemand durch eigene Leistungen für gerecht erklärt werden will, ist er wie ein Arbeiter, dessen Lohn auf der Grundlage des Geleisteten berechnet wird. Was er bekommt, bekommt er nicht aus Gnade, sondern weil man es ihm schuldet. Wenn hingegen jemand, ohne irgendwelche Leistungen vorweisen zu können, sein Vertrauen auf Gott setzt, wird sein Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet, denn er vertraut auf den, der uns trotz all unserer Gottlosigkeit für gerecht erklärt. Genauso nennt auch David den glücklich, dem Gott ohne irgendeine Gegenleistung Gerechtigkeit schenkt.“ Gal 2,21: „Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht; denn wenn Gerechtigkeit durch das Gesetz käme, dann freilich wäre Christus umsonst gestorben.“ Und 2 Tim 1,9: „... der uns errettet hat und berufen mit einer heiligen Berufung, nicht aufgrund unserer Werke, sondern nach seinem Vorsatz und nach seiner Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten verliehen ... worden ist.“ Wenn also Werke nötig sind, damit jemand die Rettung behalten kann, dann geschieht die Rettung letztlich durch Werke. Die Bibel lehrt jedoch konsequent, dass die Rettung aus Gnade durch den Glauben und ohne Werke geschieht.
III. DIE BELEGE FÜR DIE SICHERHEIT DES EWIGEN HEILSWas sind die Belege, anhand derer man des ewigen Heils sicher sein kann? Weil es diesbezüglich so viel Offenbarung gibt, klassieren wir diese Belege in 17 Bereiche.A. GOTT DER VATERDer erste Bereich betrifft die Sicherheit des ewigen Heils aus Gründen, die auf Gott dem Vater beruhen. In bezug auf Gott den Vater basiert die Heilsgewissheit auf vier Dingen:1). Gottes souveränes Ziel. Röm 8,28-30 nennt eines der souveränen Ziele Gottes, wo Paulus festhält, dass Gott jenen, die er für gerecht erklärt hat, auch Anteil an seiner Herrlichkeit gegeben hat. Er sagt nicht, dass nur einige von denen, die tatsächlich gerettet sind, bis zum Ende ausharren werden und das Ziel erreichen; er sagt nicht, dass nur einige von denen, die für gerecht erklärt wurden, zuletzt Anteil an Gottes Herrlichkeit erlangen. Was dasteht, ist, dass jene, die er für gerecht erklärt hat, auch die Garantie von Gott dem Vater haben, dass sie Anteil an seiner Herrlichkeit erhalten. Ein weiterer Vers, der aussagt, dass die Sicherheit des ewigen Heils auf dem souveränen Ziel Gottes des Vaters beruht, ist 1 Kor 1,8: „... der euch auch Festigkeit verleihen wird bis ans Ende – eine Verheißung, die alle Gläubigen haben: dass ihnen bis ans Ende Festigkeit verliehen wird. Weiter hält Eph 1,4.11-12 fest, dass die Gläubigen dazu erwählt worden sind, etwas zum Lob von Gottes Herrlichkeit zu sein. Gott hat sie erwählt, und wenn Gott wüsste, dass man das verlieren kann, hätte er einen schon gar nicht erwählt. Die Erwählung eines Einzelnen durch Gott belegt und garantiert ewige Heilssicherheit. Eph 2,7 entwickelt Gottes souveränes Ziel noch weiter: ... um in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch die Gütigkeit gegen uns in Christus Jesus zu erweisen. Die Menschen, die von Gott in diesem Leben die Gnade der Rettung empfangen haben, werden „in den kommenden Weltzeiten“, im künftigen Leben, eine noch größere Entfaltung von Gottes Gnade erleben. Diese Verheißung ist eine Garantie der ewigen Rettung. Zudem hält Phil 2,12-13 fest, dass Gott in den Gläubigen die Ausführung seines Willens wirkt. Nicht nur das Erlangen der Rettung ist Gottes Werk, sondern auch die Bewahrung der Rettung ist Gottes Werk. Der Grund, weshalb man seine Rettung nicht verlieren kann, ist, dass die Bewahrung der Rettung nicht von einem selber abhängt, sondern von Gott dem Vater und seinem souveränen Ziel. Ein weiterer Vers zu diesem souveränen Ziel ist Hebr 2,10, wo von Gottes Ziel die Rede ist, viele Söhne zur Herrlichkeit zu führen.
2). Der zweite Grund, der auf Gott dem Vater beruht, ist die Tatsache, dass der Vater die Macht hat, zu bewahren. Die Tatsache, dass er die Macht hat zu bewahren, bedeutet, dass er bewahren wird. Darum hebt Joh 10,25-29 hervor, dass Gott „ihnen das ewige Leben gibt“ und „sie niemals verloren gehen werden“. Die Menschen, die gerettet worden sind, haben das ewige Leben. Und wenn das Wort „ewig“ eine Bedeutung hat, dann eben diese – das Leben ist ewig. Wenn nun jemand seine Rettung einbüßen kann, dann kann er nicht ewiges Leben gehabt haben – er besaß es ja nur vorübergehend. Jesus unterstreicht diese Tatsache noch weiter mit seiner anschließenden Aussage. Er hält nicht nur positiv fest, dass er ihnen ewiges Leben gibt, sondern er stellt auch negativ fest: „Sie werden niemals verloren gehen“. In Röm 4,21 wird festgehalten: [Abraham] war fest davon überzeugt, dass Gott die Macht hat, das, was er zugesagt hat, auch zu tun. Und weil Gott zugesagt hat, den Gläubigen zu bewahren, wird er es auch tun. Röm 8,28-30 sagt, dass Gott den Menschen, die er vorherbestimmt, berufen und für gerecht erklärt hat, auch Anteil an seiner Herrlichkeit geben wird. Jener Abschnitt drückt sehr klar aus, dass alle, die zum Glauben gekommen sind, berufen und gerechtfertigt sind und deshalb auch Anteil an der Herrlichkeit erhalten werden. Röm 14,4 stellt fest: Wenn du ihn [den Bruder] verurteilst, ist es, wie wenn du dich zum Richter über jemand machst, der im Dienst eines anderen steht. Wer bist du, dass du dir so etwas anmaßt? Ob jemand mit seinem Tun bestehen kann oder ob er nicht besteht, das zu beurteilen ist einzig und allein Sache seines Herrn, dem er verantwortlich ist. Und er wird bestehen, denn es steht in der Macht des Herrn, ihn zu bewahren.Weil Gott in der Lage ist, einen Gläubigen zu bewahren, darum wird er bestehen. Kol 3,3 spricht davon, dass unser Leben in Gott verborgen ist. Es ist so verborgen, dass Gottes Macht uns gerettet erhält. 2 Tim 1,12 lehrt, dass Gott imstande ist, das „anvertraute Gut“ zu bewahren. Die Gläubigen haben sich ihm anvertraut, und nun ist er imstande, sie zu bewahren; er hat die Macht dazu. Gemäß 1 Thess 5,23-24 offenbart sich Gottes Macht darin, dass er Leib, Seele und Geist bewahren wird, und zwar zur vollkommenen Heiligung. Denn er, der berufen hat – Gott der Vater –, wird es auch vollenden. Dieser Vers unterstreicht auch, dass die ewige Sicherheit garantiert ist durch Gottes Macht, uns zu bewahren. Sodann zeigt Hebr 7,25, dass Gott alle Gläubigen „vollkommen retten kann“; Gottes Macht rettet „vollkommen“ oder „für immer“. Wenn die Rettung verloren gehen könnte, wäre sie nicht vollkommen zu nennen. Noch ein Beispiel für Gottes Macht zu bewahren steht in Judas 24; dieser Vers lehrt uns mit voller Zuversicht, dass Gott imstande ist, den Gläubigen vor allem Straucheln zu bewahren und ihn unsträflich vor dem Thron hinzustellen. Nebst dem souveränen Ziel Gottes ist ein zweiter Grund, der auf Gott Vater beruht, also die Macht des Vaters, zu bewahren.
3). Ein dritter Grund, der auf Gott dem Vater beruht, ist Gottes unendliche Liebe. Röm 5,7-10 stellt fest, dass Gott, wenn er seinen Sohn für uns in den Tod sandte, als wir seine Feinde waren, uns ganz sicher jetzt bewahren wird, da wir seine Freunde sind. Seine Liebe hat Gott unter Beweis gestellt, indem er seinen Sohn dazu sandte, für unsere Sünden zu sterben, während wir seine Feinde waren. Und wenn Gott willens war, uns als seinen Feinden Rettung zu verschaffen, so ist er sicherlich willens, uns jetzt zu bewahren, da wir seine Freunde sind – seine Liebe wird dafür sorgen. Zudem stellt Eph 1,5 fest, dass wir „in Liebe“ vorherbestimmt wurden. Und durch seine Liebe hat er uns erwählt, um uns zu bewahren.
4). Es gibt einen vierten Grund für die Sicherheit des ewigen Heils, der auf Gott dem Vater beruht: Gottes Verheißung oder Zusage. Gott hat ausdrücklich das ewige Heil zugesagt, und die Verheißungen Gottes können niemals null und nichtig gemacht werden. In Joh 3,16 steht, dass jemand, der glaubt, nicht verloren gehen wird. Falls ein Gläubiger seine Rettung verlieren und in der Hölle enden kann, dann kann ein Gläubiger offensichtlich verloren gehen. Aber gemäß jenem Vers wird jemand, der Jesus einmal als seinen Retter, als seinen Messias angenommen hat, einfach nicht verloren gehen. Ferner lehrt uns Joh 5,24, dass der Gläubige bereits aus dem Tod ins Leben hinübergegangen ist, und die Verheißung lautet, dass wir bereits das ewige Leben haben, weil wir vom geistlichen Tod ins geistliche Leben gewechselt haben und weil geistliches Leben ewiges Leben ist.
„Nicht nur das Erlangen der Rettung ist Gottes Werk, sondern auch die Bewahrung der Rettung ist Gottes Werk.“
Die Bibel unterstreicht immer, dass die Gläubigen das ewige Leben in der Gegenwart haben, und wenn man es verlieren könnte, wäre es nicht ewig, sondern nur etwas Befristetes. In Hebr 6,16-19 gründet der Verfasser seine Argumentation auf der Verheißung Gottes und einem Eid Gottes. Der Inhalt jener Zusage und jenes Eides ist, dass die Gläubigen bewahrt werden.Das sind die Gründe für die Sicherheit des ewigen Heils, die auf Gott dem Vater beruhen.