Mose 6, 5-13 Und Jahwe sah, daß des Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. 6Und es reute Jahwe, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein. 7Und Jahwe sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens vertilgen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe. 8Noah aber fand Gnade in den Augen Jahwes. 9Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter, vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott. 10Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Japhet. 11Und die Erde war verderbt vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat. 12Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. 13Und Gott sprach zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.
Mose 7, 1-6 Und Jahwe sprach zu Noah: Gehe in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in diesem Geschlecht. 2Von allem reinen Vieh sollst du sieben und sieben zu dir nehmen, ein Männchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein ist, zwei, ein Männchen und sein Weibchen; 3auch von dem Gevögel des Himmels sieben und sieben, ein Männliches und ein Weibliches: um Samen am Leben zu erhalten auf der Fläche der ganzen Erde. 4Denn in noch sieben Tagen, so lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Nächte und werde vertilgen von der Fläche des Erdbodens alles Bestehende, das ich gemacht habe. 5Und Noah tat nach allem, was Jahwe ihm geboten hatte. 6Und Noah war sechshundert Jahre alt, als die Flut kam, Wasser über die Erde.
Mose 7, 21-24 Da verschied alles Fleisch, das sich auf der Erde regte, an Gevögel und an Vieh und an Getier und an allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen; 22alles starb, in dessen Nase ein Odem des Lebenshauches war, von allem, was auf dem Trockenen war. 23Und vertilgt wurde alles Bestehende, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; und sie wurden vertilgt von der Erde. Und nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war. 24Und die Wasser hatten überhand auf der Erde hundertfünfzig Tage.
Mose 8, 6-13 Und es geschah nach Verlauf von vierzig Tagen, da öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ den Raben aus; 7und der flog hin und wieder, bis die Wasser von der Erde vertrocknet waren. 8Und er ließ die Taube von sich aus, um zu sehen, ob die Wasser sich verlaufen hätten von der Fläche des Erdbodens; 9aber die Taube fand keinen Ruheplatz für ihren Fuß und kehrte zu ihm in die Arche zurück; denn die Wasser waren noch auf der Fläche der ganzen Erde; und er streckte seine Hand aus und nahm sie und brachte sie zu sich in die Arche. 10Und er wartete noch sieben andere Tage und ließ die Taube abermals aus der Arche; 11und die Taube kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein abgerissenes Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Und Noah erkannte, daß die Wasser sich verlaufen hatten von der Erde. 12Und er wartete noch sieben andere Tage und ließ die Taube aus; und sie kehrte hinfort nicht wieder zu ihm zurück. 13Und es geschah im sechshundertundersten Jahre, im ersten Monat, am Ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde vertrocknet. Und Noah tat die Decke von der Arche und sah: und siehe, die Fläche des Erdbodens war getrocknet.
Leitvers: Hebräer 11,7 – „Durch Glauben bereitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch welche er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist.“
Von seiner Natur aus (Vers 5): So sieht Gott den natürlichen Menschen in seinem verdorbenen Wesen (Vgl. Jeremia 17,9; Markus 7,20–23; Römer 8,5–8).
Von seinem Handeln her (Verse 11–12): Dies verdeutlicht die völlige Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit des Menschen ohne Gott (Vgl. Psalm 14,2–4; Jesaja 59,2; Römer 3,10–19).
Weil Gott heilig, gerecht und rechtschaffen ist, verurteilt und bestraft er die Sünde. Die Arche war sein sichtbarer Ruf zur Umkehr und glich einer mehrfachen Predigt:
Eine lange andauernde Predigt (Vers 3): Die Bauzeit war ein langmütiges Warten und Zeugnis Gottes für die Menschen jener Zeit (Vgl. 1. Petrus 3,20; Hesekiel 33,11).
Eine Predigt der Gerechtigkeit Gottes: Noah trat als „Prediger der Gerechtigkeit“ auf (Vgl. 2. Petrus 2,5; Hebräer 11,7).
Eine bildhafte Predigt: Die sichtbare Arche ließ für niemanden eine Entschuldigung zu; sie war für alle Augen unübersehbar (Vgl. Römer 1,20–22; Sprüche 22,3).
Aus dem Zustand des Menschen und dem kommenden Gericht ergab sich die absolute Notwendigkeit der Rettung (Vgl. Römer 5,12 und 18–21).
Aus Gottes reiner Gnade entsprang der vollkommene Rettungsplan (Vgl. 1. Mose 6,8; Epheser 2,1–9).
Es gibt nur einen Weg zum Heil: Die Tür der Arche (Vgl. Johannes 10,9).
Die Arche war ein vollkommenes, wasserdichtes Werk (Vgl. 1. Mose 6,22; Johannes 17,4; 19,30).
Schutz vor Sturm: Die Arche hielt den Fluten von oben und unten stand – ein Bild dafür, wie Christus den Zorn Gottes und die Verwerfung für uns getragen hat (Vgl. 1. Mose 7,11; Psalm 69,1–2).
Sie rettete verlässlich jeden, der sich ihr anvertraute (Vgl. 1. Petrus 3,20; Johannes 10,28).
Der Einladende – Gott: Er selbst führte dieses sichere Schiff.
Die Einladung: „Geh hinein“ – wie Gottes Einladung zu allen Zeiten ergeht (Vgl. Jesaja 1,18; Matthäus 11,28; Offenbarung 22,17).
Die Folge: Gerecht zu sein – nicht durch eigene Werke, sondern allein durch den Glauben (Vgl. Hebräer 11,7; Römer 3,20–26).
Damals wie heute unterscheidet die Bibel grundsätzlich zwischen zwei Gruppen:
Die zwei Gruppen:
In der Arche: Ein Bild dafür, „in Christus“ geborgen zu sein (Vgl. Epheser 1,3–4; Epheser 2,11–12).
Außerhalb der Arche: Getrennt von Gottes Rettung und Rettungsort.
Die zwei Ergebnisse:
Gerettet: Ewiger Frieden und Bewahrung (Vgl. Römer 8,1).
Verloren: Die ewige Konsequenz der Ablehnung Gottes (Vgl. 2. Thessalonicher 1,7–9; Offenbarung 20,15).